Ohne weitere Worte, wurde bei mir auf der Facebook-Pinnwand von einem Freund gepostet
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Hallo Ihr Zwei,
stellt Euch vor, ich schreibe Euch mal nicht aus dem Hotel und komme fast um vor Sehnsucht, ich sitze in Scheffau, Mama zieht sich grad Schneeklamotten an, Lea Du schläfst und Neo Du bist seit einer halben Stunde draußen in wahnsinnig viel Schnee und baust mit Deiner Schaufel tolle Sache. Wirklich krass wieviel Schnee hier liegt. aber der Reihe nach.
Weihnachten ist bei uns – wie Ihr mittlerweile sicherlich auch schon mitbekommen habt – ein ziemlicher Marathon. An Heilig Abend waren wir bei Omi und Opi in Schönaich. Neo, für Dich war es ganz toll allen die Geschenke zu verteilen und Lea, Du lagst mit Freude inmitten des ganzen Geschenkpapiers und warst richtig glücklich. Mittlerweile robbst Du auch durch die Gegend, was Dir spürbar mehr Freiheit und damit auch Zufriedenheit bringt. Am ersten Weihnachtsfeiertag waren wir dann bei Oma und Opa, am zweiten Weihnachtsfeiertag bei Uroma Gretel und Uropa Heinz.
Zu Silvester sind Anna und Nico zu uns gekommen. Wir haben gemeinsam Fondue gemacht, im Spielzimmer mit Euch gespielt und dann gings ins Bett. Neo, Du wolltest unbedingt aufstehen, es war Dir aber dann draußen doch zu laut. Also hast Du Dich oben ans Fenster gesetzt, wo Du sehr begeistert das Feuerwerk angeschaut hast. Ins Bett haben wir Dich erst nach 2 Uhr in der Früh bringen können
Am 02.01. sind wir dann nach Scheffau gefahren und haben uns dort mit Euer Tante Sarah, Daniel, Eurem Onkel Simon und Lisa getroffen. Hier hat es Schnee, Schnee, Schnee. Gestern war ich mit Dir Neo das erste Mal Ski fahren. Fast wäre es nichts geworden, weil Du am Tag davor den ganzen Tag ein sehr frecher Kerl warst und zum „krönenden Abschluss“ Deine Schwester beim Baden gebissen hast. Aber wir haben es dann doch noch hinbekommen und so bist Du das erste Mal auf Ski gestanden. Wir sind mit der Gondel zum Brandstadel und haben einen kleinen Schnupperkurs in der Mittagspause in der Skischule gemacht. Das war dann für Dich etwas zu viel, am Ende hast Du sehr geweint und wolltest nichtmal ein Gummibärchen haben. Aber am Nachmittag bist Du mit Mama rund ums Haus wieder Ski gefahren und heute werden wir noch auf den Hang im Dorf unten gehen. Es begeistert Dich tatsächlich, was ich wirklich toll finde. Ich freue mich schon drauf mit Dir Abfahrten zu machen.
So, jetzt geh ich mal die Küche aufräumen
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… ist es dann doch anstrengend. Neo, Du kommst grad fast jede Nacht rüber und willst neuerdings, dass die Mama zu Dir kommt und bei Dir schläft. Lea will sie aber nicht ziehen lassen. Also schreit grad oft Ihr beide. Madame, Du bist zum ins Bett bringen (bei mir) immer noch schwierig. Rumtragen, singen, einschlafen, alles gut. Aber wehe, Du hörst im Schlaf das Bett knarzen oder merkst wie ich versuche Dich ins Bett zu legen. Dann geht die Sirene los. Und Du beruhigst Dich erst wieder, wenn ich Dich wieder auf den Arm nehme. Gemeinheit
Mama legt Dich hin, singt nicht, hält nur Deine Hand und trotzdem schläfst Du meist binnen weningen Minuten ein.
Neo, Du bist weiter eifrig am Grenzen austesten. Das hat Dich tatsächlich am Samstag um Dein Mittagessen gebracht, weil Du erstmal partout nicht essen, sondern spielen wolltest. Die Ansage war: „Wir essen jetzt, wenn Du jetzt nicht mitisst, gibts bis heut Abend nix mehr“. Kaum war das Essen aus, bist Du wieder da gestanden und wolltest essen. Deine Mama hat dann zum Kaffee Waffeln gemacht, um Dich ja nicht verhungern zu lassen
Eure Mama und ich reden gerade sehr viel über Konsequenz. Wir sind uns einig, dass nur Konsequenz Euch in die richtigen Bahnen lenkt und das ist echt verdammt schwer. Dennoch versuchen wir oft genug auch Dinge durchgehen zu lassen oder selber mit Euch zu machen, die Ihr eigentlich nicht dürft. Das trifft natürlich derzeit vor Allem für Dich Neo zu.
Damit Ihr auch wisst, was so im Rest unseres Lebens passiert: Ich stehe kurz davor in die Firma einzusteigen. Am Donnerstag, also übermorgen, wird die Firma von den Seniorchefs an Reto und Doro übergeben, im Januar oder Februar kommt dann der Verkauf an mich. Das ist alles grad sehr spannend, zumal wir mit verschiedenen Mitarbeitern derzeit noch heftig Probleme haben, aber das wird. Der Spagat zwischen Job und Familie ist weiterhin nicht leicht, aber vor den gegebenen Randbedingungen behaupte ich, bekommen Eure Mama und ich das ganz gut hin. Ich hoffe, dass das auch so bleibt.
Ach, noch zwei Anekdoten am Rande. Neulich bin ich recht früh aus Hamburg zurückgeflogen, so dass Ihr mich abholen konntet. Noch im Baggage Claim habe ich Euch gesehen und Dich Neo kurz danach auch laut gehört. Du hast geweint wie verrückt und ich hatte mich so darauf gefreut, dass Du mich mit einem Strahlen empfängst. Du hast aber gedacht, dass Du siehst wie ich aus dem Flugzeug aussteige. Das war natürlich nicht der Fall und die Enttäuschung wirklich sehr groß. Du hast Dich kaum eingekriegt.
Am vergangenen Wochenende waren wir auf dem kleinen, aber sehr netten Weihnachtsmarkt in Entringen. Das Karussel hatte es Dir angetan. Du wolltest erstmal nur zusehen und als wir dann schon eine gute Zeit weitergegangen waren doch noch fahren. Das Video dazu wird es sicherlich noch geben, vielleicht kennst Du es ja schon. Du warst sehr tapfer, aber begeistert warst Du nicht unbedingt. Ich hatte eher den Eindruck, dass Du stolz warst es durchgestanden zu haben
So, ich geh dann mal langsam ins Hotel, vielleicht kann ich ja noch nachher mit Euch skypen.
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Neo, Du bist jetzt drei Jahre alt! Deinen Geburtstag haben wir – wie es ja in einigen Teilen unserer Familie fast üblich ist – in mehreren Etappen gefeiert. An Deinem Geburtstag kamen Deine ganzen Freunde vorbei ab Kaffee. Das war sehr nett, natürlich etwas chaotisch, aber nicht zuviel. Dir hat es sehr gefallen
Natürlich haben wir entsprechend dekoriert und GEschenke auspacken war natürlich ganz weit vorne. Am Samstag haben wir dann mit der Familie gefeiert. Noch mehr Geschenke. Langsam gehst Du in Deinem Spielzeug unter. Gestern habe ich deswegen mal mit Mama diskutiert. Wenn Du wie bisher von jedem zu Geburtstag, Weihnachten und Ostern Geschenke en masse bekommst, wirst Du – was vielleicht sogar teilweise schon passiert ist – keine Wertschätzung mehr entwickeln. Das wäre schade.
Sonntags war dann vom Kindergarten Laternenlauf mit anschließendem Abendessen und Kinderpunch trinken im Garten des Kindergartens. Es hat Dir gut gefallen, wenngleich Du in solchen Situationen erstmal abwartest, beobachtest und Dich zurückhälst. Auf dem Platz vor der Zehntscheuer wurde von zwei Eltern die Geschichte von Sankt Martin und dem Bettler nachgespielt. Die hat Dich wohl sehr beeindruckt. Beim ins Bett bringen haben wir noch lange darüber gesprochen.
Am Montag nach Deinem Geburtstag ging es dann das erste Mal (vom Schnuppertag abgesehen) in den Kindergarten. Problemlos. Echt krass. Du hast bisher an keinem Tag groß rumgemacht und bist sehr selbstständig. Das ist wirklich schön, dass es Dir so gut gefällt und seit gestern ist auch Dein Kumpel Thomas mit dabei. Der ist jetzt auch drei geworden.
Sofern es reinpasst fahre ich Dich morgens immer vor der Arbeit in den Kindergarten. Das alleine ist für Dich (und auch für mich) schon ganz toll. Aber – tadaa – es gibt auch einen neuen Kindersitz auf dem Du vorne bei mir sitzen darfst. Da Du vorne und hinten derzeit noch gerne verwechselst (und den Sinn des Wortes „oder“ hast Du noch nicht kapiert) führt das allerdings regelmäßig zu Weinerei, wei Du sagst, dass Du hinten sitzen willst und ich Dir versuche zu erklären, dass das was Du für hinten hälst in Wirklichkeit vorne ist. Aber bekommen wir hin.
Diesen Sonntag war Jubiläum des Kindergartens. Daher haben alle Kinder – auch Du – in der Kirche gesungen. Das war für Dich natürlich etwas wenig vorlauf, so dass Du zwar interessiert, aber ohne eine einzige Lippenbewegung vorne gestanden bist. Danach haben wir beim Volksentscheid zu S21 votiert – der erste Volksentscheid in Baden-Württemberg! Im Anschluss ging es dann in den Kindergarten. Dort war Tag der offenen Tür und ich habe mir von Dir alles zeigen lassen. Du warst sehr stolz und hast mir alles erklärt.
Leider bringt der Kindergarten auch neue Ausdrücke mit sich und dass Du vergleichsweise frech wirst. Das ist grad ganz schön hart dagegen anzukämpfen und konsequent zu sein. Insbesondere Deine Mama ist da nicht soooo gut drin zur Zeit. Am Sonntag z. B. waren wir nach dem Kindergarten bei Omi und Opi und sind mit denen, Deiner Tante und Deinem Onkel in die Eselsmühle gegangen. Dort hat ein kleines Mädchen in Deinem Alter Lea entdeckt und war ganz fasziniert, ist zu Lea und war ganz süß mit Ihr. Du hast Sie dann weggeschuckt und nach ihr gehauen, so dass das Mädchen natürlich Angst vor Dir bekommen hat. Wir sind natürlich gleich dazwischen, wenn auch Deine Mutter nicht so ganz durchgegriffen hat. Das habe ich Dir dann abends nochmal versucht zu erklären und ich hatte den Eindruck, dass Du sehr intensiv darüber nachgedacht hast. Ich hoffe inständig
Lea, bei Dir passiert natürlich noch nicht so hyperwahnsinnig viel. Das mit dem Drehen klappt mittlerweile sehr gut, Du bist sehr aktiv. Aber krabbeln ist immer noch nicht drin. Neulich warst Du recht krank mit hohem Fieber. Das war wirklich für alle sehr anstrengend, da Du sehr viel geschriehen hast. Klar, Du hattest sicherlich auch heftige Gliederschmerzen. Dabei habe ich mal wieder gemerkt, wie abhängig ich von Deinem Lachen und dem Blitzen in Deinen Augen bin. Zum Glück bist Du längst wieder gesund und strahlst wieder im Regelfall von einem Ohr zum anderen.
Was Dir allerdings gar nicht passt, ist Brei essen. Wenn Du mit beim Essen sitzt merkst Du genau, ob Du von unserem Essen was abbekommst oder Deinen Brei. Ist es nur Brei, schreist Du wie am Spieß. Drückt man Dir einen Kanten Brot in die Hand oder gibt Dir vom Essen – Ruhe und Zufriedenheit wie auf Knopfdruck. Wahnsinn.
Ich freue mich wie immer sehr darauf, Euch beide wieder zu sehen. Morgen abend ist es soweit (bin mal wieder in München).
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Hallo meine Zwei,
ich sitze – Überraschung in München – und warte auf den Rechner eines Kunden, bis der mal durchstartet. Sowas.
Nun gut, ich kann Euch endlich mal wieder schreiben. Was ist alles passiert. Vielleicht mal das große Ganze:
Derzeit laufen Pläne, dass ich in die Firma einsteige. Das wäre ein wahnsinng großer Schritt, aber er ist sehr, sehr verlockend. Es gibt nur einen Fall, an dem das schief geht und das ist die Insolvenz der Firma. Und da wäre ich dann eh schlecht dran, weil ich ja dann auch in der jetzigen Rolle keinen Job mehr hätte. Aber zu Euch.
Neo, Du bist fast Drei! Wahnsinn, in nicht mal zwei Wochen kommst Du in den Kindergarten. Dein Schnuppertag war super, Du hast Mama überhaupt nicht vermisst und warst abends mehr als begeistert, als Du mir davon erzählt hast. Dennoch erlebst Du derzeit einige Verlustängste, was sicherlich auch mit dem Kindergarten zu tun hat. Neulich hatte ich abends ein Tischtennisspiel und Mama hat Lea ins Bett gebracht. Ich wollte dann – nach Geschichte, Gute Nacht sagen, Kuscheln und singen – wie immer gehen. Du hast geschriehen und getobt und Dinge gesagt wie „ich brauche Dich aber“. Das ist mir wahnsinnig nahe gegangen, vor Allem auch die Tatsache, dass Du am nächsten Morgen – ich bin los bevor Du aufgestanden warst – Mama gesagt hast, dass Du es doof findest, dass ich gegangen bin, da Du ja mir auch gesagt hattest, dass Du mich brauchst.
Allgemein machst Du gerade tendenziell aus einer Mücke einen Elefanten, was teilweise wirklich komische Auswüchse annimmt. Du hast neulich 10 Minuten getobt, weil Du die Kaffemaschine ausmachen wolltest. Du hast das aber erst gesagt, nachdem sie bereits aus war.
Lea, bald wirst Du krabbeln. Mit dem seitlich Drehen klappt es langsam immer besser, wenngleich Du Dich noch schwer damit tust und es langsam an der „Zeit“ wäre. Aber wir stressen uns nicht, das kommt schon. Ansonsten nimmst Du sehr aktiv an allem teil und bist ein echtes Leckermaul. Brei magst Du keinen Essen, sondern lieber was mit Würze. Neulich habe ich den Fehler gemacht und Dir vor dem Essen ein Stück Banane gegeben. Brei wolltest Du dann keinen mehr. Das sieht dann so aus, dass Du den Mund zupresst oder wahlweise weinst, weil Du ja wieder Banane haben willst. Neulich hast Du angefangen ganz arg süß vor Dich hinzuplappern und kleine Geschichten zu erhählen. Sehr toll. Ansonsten bist Du weiterhin ein Sonnenschein und lachst viel. Deine blauen Augen wirst Du vermutlich behalten. Das hat neulich jemand festgestellt, was zeitlich etwas komisch war, da vor kurzem Eure Urgroßmutter Hilde aus der Dorfstraße in Lusntau (die Mama von Opa Dieter) gestorben ist. Sie ist die Einzige in der Verwandschaft mit blauen Augen.
Ich freue mich sehr auf Euch, wenn auch die nächsten Tage inklusive Wochenende etwas stressig werden dürften aufgrund der Arbeit. Momentan zieht es wieder an, nachdem die letzten Monate recht entspannt waren und ich viel daheim bei Euch sein konnte. Achja: Neu, Du hast von Mama Spielgeld bekommen. Wenn ich arbeiten gehen muss, fragst Du ja schon lange warum. Dann sag ich immer „ich muss doch Geld verdienen“ und erklär Dir dann immer das Prinzip. Jetzt kommst Du und sagst: „Aber ich hab Geld“ und hoffst so zu erreichen, dass ich daheim bleibe. Schade, dass das nicht klappt.
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